Erklärung
Infos rund um derzeitige und zukünftige Reformen in Deutschland
Bildungsreform

Mit einer Verbesserung des Arbeitsmarktes eng verbunden sind auch die Forderungen nach einer Reformierung des Bildungswesens in Deutschland. Hinsichtlich der Pisa- und anderer Studien schneidet Deutschland nur mittelmäßig ab und aus der Wirtschaft häufen sich die Klagen über das mangelnde Wissen der Schulabgänger. Und dabei ist keineswegs das Fachwissen, sondern das Allgemein- und Grundwissen gemeint, dass eigentlich vorausgesetzt werden müsste. Immer mehr Jugendliche brechen die Schule ab. Migrationsproblematik und die Bildungschancen der sozial schwachen Schichten treiben solche Blüten, dass sich der ehemalige Finanzsenator Berlins, Sarrazin, zu der These hinreißen ließ, die muslimischen Zuwanderer rissen Deutschland in den Bildungsabgrund.
Tatsache ist natürlich, dass Bildung ein Gut ist, das niemandem mehr genommen werden kann und das zum Beispiel in den Entwicklungsländern ganz anders gewertet wird als hierzulande. Wer nicht in die Bildung investiert, vergibt sich die Chance auf die Zukunft.
In einer Förderation wie Deutschland, in der die Bildungspolitik Ländersache ist, kein einfaches Unterfangen, einheitliche Maßstäbe und Mechanismen zu schaffen. Vieles scheitert an den finanziellen Mitteln, vieles aber auch am Alt hergebrachten, einiges ist schon auf dem Weg.
Das derzeitige Bildungssystem mit Vorschule, Sekundarstufe in Form von Sekundar-, Haupt-, Realschule und Gymnasium, Berufsschule und Studieneinrichtungen wird vielerorts hinterfragt. In der Diskussion stehen die Förderung von Kindern aus sozial schwachen Familien sowie eine Begabtenförderung. Außerdem wird auch immer wieder diskutiert, die Bildungsangebote insgesamt breiter zu fächern und alternative Schulprojekte zu unterstützen.